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Lawinenlagebericht - Freitag, 7:30 Uhr
Mit der Erwärmung nimmt die Gefahr von Lawinen, die am Boden abgleiten wieder zu. Daneben bleibt  die Schneedecke in kammnahen Steilhängen und eingewehten Rinnen und Mulden weiterhin störanfällig. 

Beurteilung der Lawinengefahr:
Im bayerischen Alpenraum besteht unterhalb 1700m erhebliche, darüber mäßige Lawinengefahr.

Auf Grund des Temperaturanstiegs kommt es auf glattem Untergrund vermehrt zu Gleitschneelawinen, die sich von selbst speziell dort lösen, wo sich bereits Risse und Schneemäulern in der Schneedecke gebildet haben. In schneereichen Lagen können die Gleitschneelawinen auch größere Ausmaße annehmen. Daneben sind mit der Erwärmung, vor allem aus  felsdurchsetztem Steilgelände, Selbstauslösungen oberflächlicher Lockerschneelawinen möglich, die mitunter auf tiefer liegende Schneeschichten durchschlagen und so zur Entstehung größerer Schneebrettlawinen führen können.
Zudem gibt es oberhalb 1700m einzelne Gefahrenstellen, an denen Lawinen ausgelöst werden können, im kammnahen Steilgelände aller Hangrichtungen sowie in den Übergangsbereichen zu eingewehten Rinnen und Mulden. In diesen Bereichen kann es insbesondere bei großer Zusatzbelastung zur Auslösung von Schneebrettlawinen kommen.

Schneedecke:
Die Schneedecke bleibt vor allem im Kammnähe und in eingewehten Rinnen und Mulden störanfällig. Ursache ist eine bindungsarme Zwischenschicht aus Oberflächenreif und aufbauend umgewandelten kantigen Kristallen im Altschnee unterhalb des in letzter Zeit eingewehten Neuschnees. Diese bindungsarme Zwischenschicht ist in allen Hangrichtungen, auch südseitig, vorhanden. Unterhalb von 1700m nimmt die Durchfeuchtung der Schneedecke zu. Damit verliert sie an Festigkeit. Auf glattem Untergrund intensivieren sich die Gleitbewegungen der Schneedecke.

Hinweise und Tendenz:
Nach milder Nacht ist es heute in den Bergen oft bewölkt, aber weitgehend niederschlagsfrei. Örtlich kommt auch die Sonne durch. Die Temperaturen in 2000m steigen auf +5 Grad. Über das Wochenende ist überwiegend schlechtes Wetter mit zeitweise Regen und Schnee angekündigt. Eine wesentliche Änderung der Lawinenlage ist nicht zu erwarten.



Gefahrenstufen regional
Z-o: oberhalb 1700m - ältere Triebschneeablagerungen
Z-u: unterhalb 1700m - vermehrt Gleitschneelawinen

Allgäuer Alpen
Z-o: Gefahrenstufe 2
Z-u: Gefahrenstufe 3
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Ammergauer Alpen
Z-o: Gefahrenstufe 2
Z-u: Gefahrenstufe 3
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Werdenfelser Alpen
Z-o: Gefahrenstufe 2
Z-u: Gefahrenstufe 3
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Bayerische Voralpen
Z-o: Gefahrenstufe 2
Z-u: Gefahrenstufe 3
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Chiemgauer Alpen
Z-o: Gefahrenstufe 2
Z-u: Gefahrenstufe 3
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Berchtesgadener Alpen
Z-o: Gefahrenstufe 2
Z-u: Gefahrenstufe 3
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Herausgeber:
Lawinenwarnzentrale
im Bayerischen Landesamt für Umwelt
 

© Allgäuer Wetterdienst (AllWD) 1998-2013