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Warmer Sommer ging nasskalt zu Ende |
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Donnerstag, 2. September 2010 |
Trotz der nassen und kalten letzten Tage mit Schneeflocken bis 1500 Meter: Der August 2010 schloss mit einem leichten Wärmeüberschuss, nur im Unterland sowie auf den Bergen war es leicht zu kalt.
Der August war sehr regenreich: Mit 142 (Augsburg) bis 497! (Balderschang) mm oder l/m2 gab es 30 bis 70 Prozent mehr Regen als üblich, vor allem am Alpenrand sowie im Ostallgäu. Die Sonnenstunden blieben mit 100 (Nebelhorn) bis 160 (Bodensee, Unterland) entsprechend deutlich unter dem langjährigen Erfahrungswert: Es wurden nur 60 (Berge) bis 75 (Bodensee) Prozent der üblichen Stunden erreicht.
Mit dem 31. August ging auch der klimatologische Sommer 2010 zu Ende: Er war im Allgäu etwa 1.5 Grad zu warm und damit ähnlich wie der Sommer 2009 und 2006, aber doch 3-4 Grad "kühler" als der Hitzesommer 2003.
Eine vierwöchige heisse Hochosommerphase zwischen Ende Juni und Ende Juli bewirkte vor allem den Wärmeüberschuss. Gleichzeitig war der Sommer 2010 zu nass: mit 110 (Bodensee) bis 150% - die Sonne schien etwas weniger lang als üblich und prägte unseren Eindruck eines durchwachsenen Sommers.
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Montag, 30. August 2010 |
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Verfolgen Sie die aktuellen Pegelstände online (meist viertelstündig aktualisiert): K L I C K |
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Allgäuer Flüsse vor Hochwasser? |
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Montag, 30. August 2010 |
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Das Wasserwirtschaftsamt in Kempten warnt vor einem überschreiten von Meldestufen an den Allgäuer Flüssen. Hier die offizielle Mitteilung des Wasserwirtschaftsamts: Aufgrund der vorhergesagten Niederschläge, welche vor allem in der Nacht zum Dienstag zu erwarten sind, ist voraussichtlich ein Überschreiten der Meldebeginne im Bereich von Iller und Lech bis Forggensee zu erwarten. Bedingt durch den bereits vorangegangenen Niederschlag sind die Böden vorgesättigt und die Abflüsse in den Gewässern bereits erhöht.
Es ist daher möglich, dass im Bereich Ostrach und Iller die Meldestufen 1 - 2 erreicht werden. Im Oberlauf wird die Spitze für Dienstagfrüh, im Mittellauf für Dienstagmittag und im Unterlauf für Dienstagabends vorhergesagt.
Am Lech wird voraussichtlich der Meldebeginn für Forggensee Werkszufluss gegen Dienstagfrüh überschritten.
Am Forggensee kann der Seespiegel bis Mittwochfrüh dann auf 781,80 müNN ansteigen. Was bedeutet Meldestufe 1-2 an Iller und Ostrach? Iller - Sonthofen - Meldestufe 1 200 cm
- Meldestufe 2 240 cm
- Meldestufe 3 260 cm
- Meldestufe 4 300 cm
- 280 cm: Sonthofen: Alarmstufe 1: Rufbereitschaft herstellen
- 300 cm: Sonthofen: Alarmstufe 2: Einberufung Arbeitsstab, Beginn HW-Schutzmaßnahmen
- 340 cm: Sonthofen: Schließung Tor Sigishofer Brücke.
- 365 cm: Sonthofen: Alarmstufe 3: Bagger auf Brücken, Beobachtungsposten Verklausung, Warnung gefährdeter Objekte
- 415 cm: Sonthofen: Alarmstufe 4: Deichwache, Warnungen mit Lautsprecherdurchsagen, ggf. 2. Deichverteidigungslinie aktivieren
Ostrach - Sonthofen - Meldestufe 1 120 cm
- Meldestufe 2 160 cm
- Meldestufe 3 190 cm
- Meldestufe 4 230 cm
- 120 cm: Sonthofen: Alarmstufe 2: Lagebeobachtung, Abstimmung mit 1. Bürgermeister
- 160 cm: Sonthofen: Alarmstufe 3: Einberufung Arbeitsstab, Einsatzbereitschaft Bauhof, Vorbereitung Kontrollen Brücken und Stege
- 190 cm: Sonthofen: Alarmstufe 4: Deichwache, Lautsprecherdurchsagen, Bagger auf Brücken; Kontrolle Einlauf Verrohrungen, Warnung drohender Deichbruch
Die Bedeutung der Meldestufen (allgemein): | Meldestufe 1: | Stellenweise kleinere Ausuferungen | | Meldestufe 2: | Land- und forstwirtschaftliche Flächen überflutet oder leichte Verkehrsbehinderungen auf Hauptverkehrs- und Gemeindestraßen. | | Meldestufe 3: | Einzelne bebaute Grundstücke oder Keller überflutet oder Sperrung überörtlicher Verkehrsverbindungen oder vereinzelter Einsatz der Wasser- oder Dammwehr erforderlich. | | Meldestufe 4: | Bebaute Gebiete in größerem Umfang überflutet oder Einsatz der Wasser- oder Dammwehr in großem Umfang erforderlich. |
Quelle: Wasserwirtschaftsamt Kempten |
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